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Garn überzeugt bei Publikum und Wählervereinigung mehrheitlich

Die Mark Online vom 10.06.2011 

Wählervereinigung unterstützt Garn

Brieselang (pat) – Eindeutiges Votum: Die Wählervereinigung „Bürger für Brieselang“ (BFB) wird bis zu den im September anstehenden Bürgermeisterwahlen Amtsinhaber Wilhelm Garn (CDU) unterstützen. Eine entsprechende Empfehlung an die Wählerschaft ist am Donnerstagabend mit glasklarer Mehrheit (16 Ja-Stimmen, vier Enthaltungen) ausgesprochen worden. Garn freut sich.

Bei der Veranstaltung der Wählervereinigung „Bürger für Brieselang“ hatten die beiden Bürgermeisterkandidaten Ralf Heimann (FDP) und Wilhelm Garn (CDU) die Gelegenheit, ihre politischen Visionen offen zu legen. Laut Christian Achilles nutzte Garn seine Chance

Die Entscheidung zugunsten von Garn fiel den BFB-Mitgliedern jedoch nicht allzu schwer, schließlich hatte Heimann laut Angaben von Christian Achilles, Fraktionsvorsitzender der Wählervereinigung in der Brieselanger Gemeindevertretung, keinen Wert auf das BFB-Votum gelegt, obwohl er sich den kritischen Fragen gestellt hatte. „Das hat uns schon sehr verwundert“, betonte Achilles am Freitag.

„Es blieb uns eigentlich gar keine Alternative mehr. Wer nicht unterstützt werden will, hat schlechte Karten.“ Zudem hatte sich auch das Publikum, rund 95 Besucher wohnten der Wahlkampfveranstaltung bei, mit deutlicher Mehrheit in öffentlicher Abstimmung für Garn ausgesprochen. „Ein wichtiges Indiz“, meinte Achilles. Die zuvor vorgelegten Wahlprüfsteine verlangten den Kandidaten konkrete Aussagen dazu ab, wie sie beispielsweise den absehbaren demografischen Wandel bewältigen und die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde fördern wollen.

Weil Heimann aber auch inhaltlich nicht punkten konnte, „wir wollten eigentlich wissen, was er in der Zukunft machen will“, so Achilles, hatte Garn im Endeffekt leichtes Spiel, nicht zuletzt aufgrund seiner Persönlichkeit. „Überraschend positiv war, dass Garn eine Reihe von Fehlern zu gegeben und er daraufhin Besserung gelobt hat. Seine Selbstkritik kam auch beim Publikum gut an“, meinte der Fraktionschef von BFB, der größten Gruppierung in der Gemeindevertretung. Ebenfalls in einer öffentlichen Abstimmung, der Heimann im Gegensatz zu Garn fern blieb, stellte sich für die BFB-Mitglieder lediglich noch die Frage Unterstützung für Garn Ja- oder Nein?

Das Votum war zugunsten des Amtsinhabers dann auch eindeutig. In Richtung Heimann adressiert sagte Achilles: „Enttäuschend war, dass er den Abend nicht genutzt hat, einen Schritt auf uns zu zugehen. Das hatten wir eigentlich erwartet und gehofft. Stattdessen ist die zu ihm geschlagen Brücke nicht sichtbar gewesen.“ So habe sich Heimann letztendlich mehr darüber beklagt, bei der Veranstaltung benachteiligt gewesen zu sein, als seine Chancen zu nutzen. Der FDP-Bürgermeisterkandidat, der eigenen Angaben zufolge mit sozialliberal-orientierter Politik bei Wählern von SPD und Linken punkten will, und nicht auf das Klientel der Wählervereinigung angewiesen sei, sparte ebenfalls nicht mit Kritik. „Es war wie erwartet.

Die Einladung erfolgte unter anderen Prämissen. Letztendlich war alles auf den Bürgermeister zugeschnitten. Er hatte immer das zweite Rederecht. Ich bin nur dort erschienen, um mich dem direkten Wettbewerb mit Wilhelm Garn zu stellen“, betonte Heimann. Inhaltlich hatte er mit Schwerpunktthemen wie Straßenbau und Jugendarmut Akzente setzen wollen. „Der soziale Aspekt ist dem konservativen Lager nicht wichtig und interessant genug.

Mit dieser BFB-Gruppierung kann ich nicht kooperieren“, legte Heimann nach. Amtsinhaber Wilhelm Garn ist verständlicherweise ganz „entspannt und stolz“. „Ich bin froh, dass ich unterstützt werde, obwohl das weder ein Selbstläufer noch ein Freibrief ist. Die Schnittmenge zwischen der Wählervereinigung und mir ist groß. Kritik ist aber immer notwendig, um die Gemeinde weiter zu entwickeln“, sagte er. Garn seinerseits bemängelte aber, dass Heimann ihn persönlich als Gegner und Feind bezeichnet hätte. „Er ist verbal gegen mich massiv vorgegangen.

Das ist Brunnenvergifterei. Andere Auffassungen zu haben ist legitim, aber das Ringen muss respektvoll erfolgen. Fronten aufzubauen helfen nicht“, so der Bürgermeister. Und die sind anscheinend vorhanden.


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